Sonntag, 13. Mai 2012

Wir bleiben dran



Die Zahl der Neugeborenen ist in den letzten Jahrzehnten um mehr als die Hälfte gesunken. Was sind die wesentlichen Gründe? In einer Vergleichsstudie zur Frage der Kinderfreundlichkeit von Ländern hat die UNESCO vor einigen Jahren Deutschland einen nur durchschnittlichen Wert attestiert.


Gibt es bei uns eine latente Kinderunfreundlichkeit? Dieser Frage wollen wir in unserer neuen Videointerviewreihe nachgehen. Es gibt erste Antworten. Die Einstellung einer Gesellschaft zu Kindern zeigt sich zunächst im Alltag. Nützliche Hinweise geben aber auch Extremsituationen, in denen die Kinder und das Umfeld mit besonderen Anforderungen konfrontiert werden – z.B. wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt ist.

Seit dem Interview mit der Architektin K. Wallenborn im Herbst des Vorjahres konnten wir leider keine weiteres Video mehr erstellen. Für uns unerwartet, haben wir bei unserer Suche nach offenen, interessierten Interviewpartnern viele Absagen erhalten.

Zwar hatten wir wegen der „Kinderschutzambulanz“ am Klinikum Frankfurt eine grundsätzlich positive Reaktion erhalten, bei dem Sondierungsgespräch vor Ort sind aber aus Datenschutzgründen gravierende Zweifel an der Realisierung aufgetaucht. Einen festen Drehtermin konnten wir jedoch zum Thema “Spielstraße“ vereinbaren.

Wir bleiben dran. Auf unserer Spurensuche. Auch nach Interviewpartnern.

Mai 2012

Mittwoch, 11. Januar 2012

2012: Auf ein Neues



Das Leben bleibt zunehmend bedroht. In Deutschland werden immer weniger Kinder geboren. Instinktiv wissen wir, dass wir in dieser Situation etwas tun sollten. Dennoch bleiben wir passiv, wie blockiert. Vielleicht zweifeln wir an der Zielgerichtetheit unseres Handels: Was können wir – angesichts der Komplexität der zu lösenden Probleme - schon bewirken?

Ernst Bloch hat auf den Unterschied zwischen abstrakter und konkreter Utopie hingewiesen. Bei der abstrakten Utopie liegen die Ziele zu fern, sind (scheinen?) unerreichbar und risikobehaftet. Dann ist es nicht erstaunlich, dass diese Vision im Endeffekt oft nur als Alibi für das Nichtstun dient. In der eher vagen Hoffnung auf Besserung in der Zukunft werden die Chancen des Heute verspielt. Ganz anders verhält es sich bei der konkreten Utopie: Die anvisierten Ziele sind (scheinen?) realisierbar; sie sind in Ansätzen vielleicht schon erkennbar. Und: Unser Betrag kann für das Gelingen dieser Vision der entscheidende Baustein sein.

Welche Vorstellungen haben wir von gelingendem Leben? Welche konkreten Veränderungen sind zur Erreichung unserer Ziele notwendig? Haben wir die dazu erforderlichen Informationen?

Unsere Videointerviewreihen dienen nicht nur dazu, den jeweils Betroffenen (Menschen vor dem Sterben, Menschen mit Behinderungen) Möglichkeiten zur (Selbst-)Hilfe in ihren konkreten Situationen aufzuzeigen; eine zusätzliche Absicht ist, verlässlich die Informationen zu erhalten, die unser Handeln bzw. das der dafür berufenen Personen im Hinblick auf die angestrebten Ziele leiten können. Wir möchten unsere Zukunft gestalten, nicht erleiden.

In unserer neuen Reihe „Deutschland – kinderunfreundlich?“ versuchen wir uns punktuell ein realistisches Bild der Lage der Kinder und ihrer Eltern in unserem Land zu verschaffen. Vielleicht bedarf es zusätzlicher Anreize, auch materieller Hilfen, vielleicht ist aber in erster Linie eine grundsätzliche Veränderung in unserer Einstellung, in unseren Köpfen erforderlich. Wir bleiben gespannt - und optimistisch.

Ihr Johannes Beckermann

Dienstag, 20. September 2011

Kindertagesstättenbau und Lärmschutz



Johannes Beckermann im Gespräch mit der Architektin Katharina Wallenborn über den Neubau der Kindertagesstätte in der Kriegkstraße, Frankfurt

Deutschland – kinderunfreundlich?

Einige Schlaglichter: Familien mit mehreren Kindern haben oft Probleme bei der Suche nach bezahlbarem, familiengeeignetem Wohnraum. Auch ohne praktische Alternative (Fahrstuhl) dürfen Eltern mit Kinderwagen Rolltreppen nicht nutzen. In Museen, Restaurants – und Gottesdiensten – werden Kinder immer wieder als störend empfunden. Sind das nur bedauerliche Einzelfälle oder haben sie tiefere, vielleicht gemeinsame, Ursachen?

„Kinderlärm ist Zukunftslärm“ lautete die Begründung für die in 2010 erfolgte Novellierung des Imissionsschutzgesetzes. Klagemöglichkeiten erboster Nachbarn gegen neue Angebote zur umfassenden Kinderbetreuung in Wohngebieten sollen damit eingeschränkt werden.

Aber: Wo sind die erforderlichen Berufsbewerber, weiblich und männlich, für die angedachten erweiterten Betreuungsmöglichkeiten? Fehlt es generell an der erforderlichen Wertschätzung der Erziehungsarbeit (auch der Mütter)?

Der zunehmenden Zahl älterer Menschen stehen bei uns immer weniger Kinder gegenüber. Zwar gibt es vielerlei Bemühungen zur (staatlich) gewünschten und geförderten Erhöhung der Kinderzahlen – von dem erhöhten Kindergeld bis zur großzügigeren Finanzierung der künstlichen Befruchtung. Von der besseren (auch betrieblichen) Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis zur zusätzlichen (ergänzenden) Betreuung schon ab dem Kleinstkindalter.

Dennoch ist eine erkennbare, nachhaltige Besserung nicht eingetreten. In unserer neuen Videoreihe suchen wir erste Antworten auf die drängende Frage: Was sind mögliche Gründe? Gibt es bei uns doch eine – wie manchmal behauptet wird - latente Kinderunfreundlichkeit im Alltag? Was genau beinhaltet der Hinweis auf „Kinder als Armutsrisiko“?

Unsere Gesellschaft und die Kinder - das Bild ist sicher nicht einheitlich. Wir sind gespannt und offen, wohin uns die Suche führt.

September 2011

Mittwoch, 29. Juni 2011

Eine tolerante Gesellschaft darf nicht wegsehen



Zum Welttag gegen Misshandlung alter Menschen Veranstaltung am 8. Juni 2011 in der Heilig-Kreuz-Kirche Berlin. Wortbeiträge Autorin Christine Lüders, Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Zum Jahr der Pflege



Zum Welttag gegen Misshandlung alter Menschen Veranstaltung am 8. Juni 2011 in der Heilig-Kreuz-Kirche Berlin. Wortbeiträge Dr. Jürgen Gohde, Kuratorium Deutsche Altershilfe

Gegen Misshandlung sensibilisieren



Zum Welttag gegen Misshandlung alter Menschen Veranstaltung am 8. Juni 2011 in der Heilig-Kreuz-Kirche Berlin. Wortbeiträge Prof. Dr. Dr. Rolf Hirsch, Handeln statt Misshandeln HsM