Montag, 29. November 2010

Zu Gast im Alfred-Delp-Haus, Oberursel



Johannes Beckermann im Gespräch mit Stefan Solf, dem Leiter des Alfred-Delp-Hauses, Oberursel über Wohnen und Leben für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung

Dienstag, 15. Juni 2010

no go - slow go - go go. Ein Gespräch in der Geriatrischen Rehabilitationsklinik



Johannes Beckermann (HMK-Leben e.V.) im Gespräch mit Dr. Kathrin Tatschner, Chefärztin und Dr. Elisabeth Jentschke, Dipl. Psychogerontologin

Mittwoch, 10. März 2010

Eine Herausforderung zu leben



Unsere Gesprächspartner sind die Sozialpädagogin Claudia Langanki und ihr Sohn Max
(22). Frau Langanki ist als Beraterin in der Universitätskinderklinik Mainz tätig; ein ganz besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Begleitung nach Diagnose vor der Geburt von behinderten Kindern.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Reelle Chancen zur Kontaktaufnahme



Internet, YouTube, Twitter, Facebook, Foren, Google: In den letzten Monaten häufen sich die (häufig nur warnenden) Artikel über die „Gefahren und Risiken der Nutzung des Internet“. Jugendliche bringen heute einen großen Teil ihrer (Freizeit-)Zeit im Internet zu. Mit großer Offenheit und unter Angabe erstaunlich persönlicher Informationen berichten sie aus ihrem Leben, suchen Anknüpfungspunkte, Informationen, Kontakte - auch Hilfe und Rat (von Gleichgesinnten).

Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Zweckmäßigkeit/Zulässigkeit, gar Notwendigkeit der Babyklappe haben die Befürworter ihre Haltung damit gerechtfertigt, daß „Schwangere in Not“ vor der Geburt mit den Beratungs- und Hilfsangeboten zu oft nicht erreicht werden. Die Zahlen scheinen das zu bestätigen, die Beratungsanfragen gehen zurück. Welcher zusätzliche Ansatz bietet bessere Erfolgsaussichten? Wie und wo findet man diese Mütter? Plakate – auch mehrsprachig – sprechen nur einen Teil der Zielgruppe an, außerdem fehlt es an der erforderlichen Systematik, der Zufall spielt eine (zu) große Rolle. Es reicht sicher nicht aus, darauf zu vertrauen, daß die Mütter schon den Weg zu einer Beratungsstelle finden werden.

Die neuen Medien bieten ein weites Feld früher nicht gekannter Möglichkeiten. Sie gilt es aktiv, systematisch und zielstrebig zu nutzen.

Johannes Beckermann
(Bild: F. Franz)

Samstag, 28. November 2009

Das Leben gewinnen



Das Leben gewinnen. Johannes Beckermann im Gespräch mit Rainer Schmidt, evangelischer Theologe, Buchautor und mehrfacher Meister in Paralympics Tischtennis. Ein Interviewprojekt von Johannnes Beckermann, HMK Leben in Zusammenarbeit mit Sonja Toepfer. Die Website von Rainer Schmidt finden Sie auf: http://schmidt-rainer.com/

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Immer auf der Rolle



Oliver Backhaus und das Projekt barrierefreie Universität. Leben mit Behinderungen - Ein Interviewprojekt von Johannnes Beckermann, HMK Leben in Zusammenarbeit mit Sonja Toepfer.

Sonntag, 23. August 2009

Wir dürfen es uns nicht zu leicht machen


LEBEN MIT BEHINDERUNGEN (2):
BEHINDERTE KINDER: Machen wir es uns zu leicht?

„Du darfst Dein behindertes Kind nicht abtreiben“ „Du schaffst das schon“ „Wir helfen Dir“
Manchmal trifft es uns wie ein Blitzschlag. Da haben wir aufgeschrieben, warum niemand das Recht hat, ein – auch ein vielleicht behindertes – Kind abzutreiben. Wir haben die Gründe sorgfältig abgewogen, auch die vorhandenen und die noch notwendigen Hilfsmaßnahmen penibel aufgelistet.

Und dann passiert es, eine erschreckende, fast unglaubliche Nachricht verbreitet sich rasch über das Internet: Eltern töten sich und ihr behindertes Kind.

Der vierjährige Junge litt seit seiner Geburt unter dem Down-Syndrom. Die Familie lebte „in sehr geordneten Verhältnissen“. Die Nachbarn beschreiben das Verhältnis der Eltern zu dem Kind als sehr liebevoll, die Mutter habe oft gelacht. Sie haben sich nie offen für ihren Sohn geschämt. Oft hat man sie händchenhaltend mit dem Kind beim Spaziergang gesehen.

Und dann – für das Umfeld gänzlich unerwartet – dieses tragische Ende. Was ist passiert? „Sie sind offenbar mit der Last der Behinderung zunehmend weniger fertig geworden“, sagt der Staatsanwalt. Offenbar? Wie konnte es zu der dem äußeren Schein widersprechenden „Verzweiflungstat“ kommen? Wir wissen es nicht und sollten uns - ohne entsprechende Informationen – auch vor Spekulationen hüten.

In dieser Situation drängt sich die Frage auf: Machen wir es uns zu leicht, wenn wir den Eltern davon abraten, ihr Kind abtreiben zu lassen - obwohl das Gesetz diese Möglichkeit nicht grundsätzlich ausschließt? Haben wir überhaupt eine Ahnung davon, was wir den Eltern auch zumuten? Darf man als Außenstehender in einer solchen Extremsituation überhaupt konkret zuraten?

Dennoch: Bei aller menschlich verständlichen Unsicherheit, gerade angesichts einer solchen Tragödie, dürfen wir im Interesse der Kinder - und, so hoffen wir, letztlich auch der Eltern - nicht nachlassen, für das unbedingte Lebensrecht einzutreten. Die ungeborenen Kinder bedürfen des besonderen Schutzes. Allerdings nur gepaart mit einem durchdachten, engmaschigen Hilfsangebot für die Eltern. Wir dürfen sie in dieser schwierigen Situation nicht allein lassen und müssen ihnen behutsam, einfühlsam zur Seite stehen – immer in dem Bewußtsein, daß wir letztlich nicht wirklich wissen, was wir den Eltern zumuten.


Wir dürfen es uns nicht zu leicht machen.

August 2009

Bildmotiv F. Franz